Pfarrer Haimböck wurde 60

Gedicht zum 60. Geburtstag

 

57, 58, 59, 60!

Ja, seit langem danach lechz´ ich,

wie mein Lieblingssportverein

ein echter Sechzger nun zu sein.

Für einen Fan des FC Bayern

wär´ das gewiss kein Tag zum Feiern.

Ich hab´ hingegen Grund zum Lachen

und möcht´ mir meinen Reim drauf machen.

Zu sagen gibt es eine Menge,

drum ein Gedicht in Predigtlänge -

meiner wohlgemerkt, deswegen

mein Rat: einen Katheter legen...

(War nur Spaß, liebe Blas´!)

Es freut mich riesig, liebe Leit,

dass ihr heut´ gekommen seid,

um an diesem Feier-Abend,

so erquickend und auch labernd labend

euren Glückwunsch auszusprechen

und ein bisschen mitzuzechen.

Dem Kirchenvorstand gilt mein Dank

für dieses Fest, für Speis und Trank.

Wie viele Mühen Sie sich machten,

kann gar nicht hoch genug ich achten.

Ich darf mich wahrlich glücklich schätzen,

wie Sie sich auch für mich einsetzen.

Ein schöneres Geschenk fürwahr

kann ich nicht kriegen, wunderbar.

Erhebt vom Platz euch und das Glas,

der KV hier ist „First Class“! (1. Trinkpause)

Und ist erster Klasse einer,

trinkt `s Classic er von Wallersteiner.

Ich dank´ auch gleich dem Dorfverein,

dass wir hier heute dürfen sein.

Danke, lieber Günter Bretzger,

ich bring´ Dir mal was mit vom Metzger

oder so ein Löwenbräu -

auch Günter ist den „Löwen“ treu.

 

Zurück zum Text, ja weit zurück

ich jetztetle noch einmal blick´.

Schon vor zehn Jahren, ach wie fein,

lud der KV zum Feste ein.

Damals, rechnet´s nach geschwind,

wurd´ ich --- 50 Jahre, stimmt.

Hier, einst noch ein Kindergarten,

sollte die große Party starten.

Viele von euch war´n mit dabei

bei der grandiosen Feierei,

die alles bot, auch kulinarisch,

und allen schmeckte, was wohl wahr isch.

Es trugen viele mit Humor

so tolle Einlagen uns vor.

Weil´s gar so schön war, unvergesslich,

erinner´ kurz an Folgendes ich.

Musikalisch, ernst und heiter,

ging es los und dann so weiter.

Der Posaunenchor war top,

dirigiert von Willi Kopp -

er blieb´s auch unterm Dirigat

von Ulrich und von Habersaat.

Der Kirchenchor sang fast beswingt,

es ohne mich gleich besser klingt.

Frau Issler leitet(´) uns sehr gut.

so wie es jetzt Frau Körner tut.

Herr Weng, noch als Vertrauensmann,

führt´ souverän durch das Programm.

(Klar:) Es macht Herr Weng nie a weng zweng,

bracht´ viel, wie heut´, desweng in d´Gäng´.

Und dann war fast der Teufel los:

Da standen glatt doch in Trikots

die KVs mit Partner*innen

um mich rum und taten singen.

Die einen hübsch mit blauen Schätzen,

die anderen in roten Fetzen.

Doch was selbst Ehringer nicht schaffen:

Sie machen „Löwen“ nicht zum Affen…

Dafür gab es viel zu gaffen,

als sie dann noch wie Pfaffen paffen.

Halt ein wenig man „derbleckt“ mich,

aber was sich liebt, das neckt sich.

Toll, wie ihr euch was ihr einst aufgeführt,

ich hab´ mich köstlich amüsiert

und dazu auch noch mit Wonnen

mein schönes Nummernschild bekommen (Nö KH 1860).

Begleitet hat euren Gesang,

wodurch dieser noch besser klang,

Uli Tauber auf der Klampfe,

damit man recht im Rhythmus stampfe.

Schon verblüffend, wie der Mann

mit neun Fingern spielen kann.

Er ist schon lang uns wohlvertraut,

hat meine Tochter auch gezeugt getraut.

Du, Uli, hattest einst noch Haare,

nahmst auch ab im Lauf der Jahre.

Du gabst dann, wie so oft auf Festen,

ein paar Lieder selbst zum Besten.

Hits, mit eig´nem Text – genial,

so wie beim Luther-Musical.

Dabei nahmst du auch aufs Korn,

und ich sag´ das ohne Zorn,

dass ich, nicht sehr IT-affin,

ein echter Digisaurier bin.

Ich mag´s lieber analog,

ist auch das nicht mehr en vogue.

Doch wenn´s klemmt, hab´ ich ja dich

oder unsren Reuterich.

Ich komm´ auf dich noch mal zu sprechen,

du bist ja nicht nur da zum Zechen.

Wer mich gänzlich überraschte

und mich selbst verbal vernaschte,

indem sie meine Mails vortrug

und mich mit eig´nen Waffen schlug,

war Frau Koerber, wahrlich nett,

nous sommes perdus (per du), Elisabeth.

Seitdem weiß jeder hier am Land,

wie schön ich stets ihr Vorspiel fand.

Dann übernahm mein großer Bruder

Christoph Maser mal das Ruder.

Er war bekanntlich der Liturge

in Nähermemme vor Frau Burge(r)

und präsentierte mit viel Witz

nach den Torten noch ein Quiz.

Zu guter Letzt war´n noch zu hören

die Stimmen von den drei Tenören.

Doch nicht Carreras, Pavarotti

und Domingo war´n vor Ort die

diese Show geboten hab´n,

nein, Lechler, Habersaat und Hahn.

Sie bogen sich, wir auch vor Lachen,

und ließen es so richtig krachen.

Einen Tag nach dem Theater

hatten sie noch Muskelkater.

Das alles hat mich sehr erfreut,

in Reimen dankte ich wie heut´.

Zu später Stunde spielten dann

Uli und sein Nebenmann

mit akustischen Gitarren

vermutlich irgendeinen Schmarren.

Nein, kein Schmarrn, stets ein Pläsir

ist´s, wenn ich mit dir musizier´,

mit dir und unsrer Band Gut drauf,

die heut´ wohl auch für mich spielt auf.

Danke, Freunde, ihr seid klasse,

gut drauf man uns nun trinken lasse.

Doch was reimt sich nur auf drauf?

Trinkt! (Draufpause)

Wie muss das meinen Freunden schmecken,

die sonst am Oettinger bloß lecken!

Ich stell´ euch jetzt noch allen vor,

nicht jede/r hörte uns zuvor.

Wir sind international, da (der)

Mike verwandt mit Dracula (kommt jedenfalls aus Rumänien),

und unser Tomasz ist aus Polen,

in Pole(n)-Position unverstohlen unverhohlen.

Katholisch ihr dort stets schon wart -

manchen bleibt auch nichts erspart.

Verzeih mir bitte, lieber Jürgen (Eichler),

am liebsten würd´st du mich wohl würgen.

Samuel ist Oettinga,

und Uli Franke, allmächd na.

 

Ja, allmächd, zehn Jahr´ ist´s her,

dass ich mein Fuffzger feierte.

2(0)13, mei, das war´n noch Zeiten,

Obama wurde einst zum zweiten,

Frau Merkel gar zum dritten Mal

im Amt bestätigt nach der Wahl.

Papst Benedikt sagt: Jetzt is(t) Schluss!

Ihm folgt als Papst der Franz-is-kus.

Ach ja, es gründet´ sich, o weh,

2(0)13 auch die AfD.

Ein Rechtsruck ließ sich vielerorten

erst recht seit Donald (Trump) und Kohorten

im Lauf der Jahre konstatieren,

[nicht schwer zu, (aber)]

will´s jetzt nicht diagnostizieren.

[Wird die Welt zu kompliziert,

ist viel im Wandel und frustriert,

sehnen viele sich nach Klarheit,

simplen Lösungen, „der Wahrheit“,

Zucht und Ordnung, Sicherheit,

wie´s war, soll´s bleiben allezeit,

sieht seinen Wohlstand man bedroht,

die Sitten offenbar verroht,

man die Gefahr in allem Fremden,

als Ignoranten die Regenten

und sich im Nachteil permanent,

„krieg´ denn ich etwas geschenkt?“,

provoziert dies den Protest,

der recht(s)extrem oft wählen lässt.

Löst zwar keinerlei Probleme,

„doch zeigte ich´s da oben dene(n)“.

„Wir zuerst“, „Wir sind das Volk“,

der Populismus hat Erfolg.

Schwarz-weiß, gut-böse, wir und die,

so einfach ist die Welt für sie.]

Nicht einfach freilich, keine Frage,

ja, furchtbar, eine echte Plage

war vieles in den letzten Jahren

mit Folgen, einst nicht absehbaren.

Wer dachte denn im Traum daran,

dass so etwas passieren kann:

Ein Virus, das die Welt lahmlegt,

oder, friedenslangbewegt,

ein Krieg auf uns´rem Kontinent

mit denen, dessen Gas wir hend?!

Und nun auch noch der Flächenbrand

im ach so heillos „Heil(i)gen Land“.

Von Flüchtlingskrise, Inflation

Klimawandel, Rezession

möcht´ ich jetzt nicht auch noch reden,

die Stimmung gar mit Versen treten.

Doch wollt´ noch nie, ihr kennt mich alle,

nicht alles rosarot nur male(n).

Rot schon gar nicht, wie ihr wisst,

wenngleich beständiger nichts ist,

denn seit elf Jahren, Scheibenkleister,

sind nun die Bayern Deutscher Meister.

An meinem Fuffz(i)ger war´n die Sechzger

noch in der 2. Liga schlecht zwar,

aber besser als wie jetzt.

Und als dies(es) Trikot (zeigen!) ich zuletzt

vom Kirchenvorstand ich erhielt,

in Liga 1 mein Klub noch spielt´.

(Aber: Einmal Löwe, immer Löwe!)

 

Doch auch im Gemeindeleben

spielte viel sich ab. Wie eben

jüngst in Ehringen man sich

das Gemeindehaus neu strich,

wurde vieles restauriert,

angepackt, initiiert.

2(0)14 gab´s ein neues Pflaster

rund ums Pfarrhaus, reichlich Zaster

sparten wir uns, weil so rege

man ehrenamtlich Hand anlegte.

Wie 2(0)15, da war dann

die Kirchhofmauer endlich dran.

Den ersten Teil wir renovierten,

den zweiten wir nun anvisieren.

2(0)16 strich St. Oswald binnen

kurzer Zeit, ja, Malzeit, innen.

2(0)17 wurde nichts saniert,

jedoch Frau Burger installiert.

Nachdem Herr Maser ist gegangen,

arbeiten nun wir zusammen

und pflegen die Kooperation

in der wilden Westregion.

2(0)17 war auch Lutherjahr,

für uns alles im Butter, klar.

2(0)18 wurd´, wir feiern´s zünftig,

die Versöhnungskirche 50

(die, ehe Ämter es erlaubten,

wir zuvor nicht nur entstaubten.)

Im selben Jahr wird auch gezählt,

der Kirchenvorstand neu gewählt,

und in den Gemeindebriefen

hab´n wir´s erstmals bunt getrieben.

D(a)s Jahr drauf, undenkbar aktuell,

reisten wir nach Israel.

2(0)20 dann der der große Lockdown,

viel sollten wir uns nicht im Schock trau´n,

Kontakte meiden, Abstand halten,

Maskenpflicht, nur Videoschalten.

Corona zwang uns mal zur Ruh´,

doch blieb nicht jeder Laden zu.

Auch uns´re Gruppen wagten dann

behutsam einen Neuanfang.

Und als dann im letzten Jahr

alles wieder möglich war,

feierte man wieder feste/Feste

und pfiff auf die Coronateste.

Auch in Wallerstein, o yeah,

ging´s ab wie bei der Feuerwehr.

Sie wurd´ just `22 halt

150 Jahre alt.

Als „Feuerwehrmann“ stand ich auch

oft in Vertretung auf dem Schlauch.

War schon ein bisschen ausgebrannt,

nachdem sich zudem allerhand

persönlich hat noch zugetragen,

was mich ziemlich sollte plagen:

(a) die schwere Krankheit meines Paten -

er nahm mit seinen guten Taten

die Rolle meines Vaters wahr,

der starb, als ich sechs Jahre war;

(b) die Demenz von meiner Mutter,

und du fühlst dich nicht als Guter,

wenn du, weil´s nicht mehr geht allein,

die Mama abgibst in ein Heim -

obwohl sie niemals sich beschwerte

und absolut dort nichts entbehrte;

(c) beide sind verstorben leider,

für mich ging die Arbeit weiter

(dafür werden, auch verblichen,

Urlaubstage mir gestrichen);

(d) und dazu noch zum Verdruss:

der Kooperationsausschuss.

(Er ließ aus der Region uns wählen,

weil für ihn nur Zahlen zählen.

Bin selbst nun hin- und hergerissen,

das Modell ist doch bescheiden.)

War so gern Pfarrer einst im Ries.

Und jetzt --- den Tag ich heut´ genieß´.

Will nun auch euch nicht mürbe machen,

gleich gibt´s wieder was zum Lachen.

Doch zum Rückblick, liebe Leit,

gehört halt immer Freud und Leid.

Ich könnt´ auf vieles noch eingehen,

was zwischenzeitlich ist geschehen,

auf Feste, Feiern, Jubiläen,

Acts (oder heilige Äcker), Events, neue Ideen.

Ich nenne nur noch ein paar Zahlen

aus zehn Jahren Kasualien:

Vor Ort getauft hab´ ich seitdem

insgesamt 110,

konfirmiert 113,

drei kann man in der Kirch´ noch heut´ seh´n;

getraut als Liebespaar, das hab´n sich

rein evangelisch 29

(und viele paarten sexuell

sich gemischtkonfessionell);

von lieben Menschen 86

nahmen wir am Grabe Abschied,

manche sind noch, unvergessen,

vor zehn Jahren hier gesessen;

30 traten, mir ein Graus,

seitdem aus der Kirche aus

(manchen ist die Kirchensteuer

trotz großem Einkommen zu teuer),

13 ein, nach Adam Riese

sind das somit 17 Miese.

Wie viele Stunden oder Tage

ich wohl seither gepredigt habe?

Grob gerechnet macht´s nonstop

um die 14 Tage - top!

Top war auch meine Periode

im Parlament in der Synode,

in die 2(0)13 man mich wählte,

wo zum Finanzausschuss ich zählte.

Hier war ich einst noch, seit 2(00)3

Schulbeauftragter und sei-

t 20(0)2 bin, nota bene,

beauftragt ich für Ökumene.

Das, was soeben ich gesagt,

hätt´ wohl Herr Eichler nie gedacht.

Doch wollt´ nicht ewig ich verharra (verharren),

in meinem Amt als Jugendpfarrer,

fast zehn Jahr´ ich´s innehab´,

kurz vor 50 gab ich´s ab.

Ist mehr was für junge Leute

wie Uli, der macht das noch heute.

 

Manches hätt´ ich kaum getrieben,

wär´ ich nicht gesund geblieben.

Mit 50 tönte ich, ihr Lieben,

dass ich noch niemals krankgeschrieben.

Doch seitdem, da fiel der Klaus

schon zwei Wochen circa aus -

durch Corona, aber au(ch),

ich zitier´ die EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung):

einen Ba-Ba-Ba-Ba-Bandscheibenvorfall,

der böse zwickt immer und überall.

Manchmal plagt mich zwar die Gicht,

doch ansonsten - alles dicht.

Lebe ja auch sehr gesund,

geh´ oft „früh“ zu Bette und

schaue regelmäßig Sport,

lauf´ gern --- vor der Arbeit fort,

rauche immer nur die Leichten,

trinke Obst-ler, muss ich beichten,

doch kaum Bier daheim, nur Wein,

heut´ will ich aber gnädig sein

und mit euch ein Bierchen heben.

Herr Biergermeister, auf das Leben! (Bierokratische Runde)

Und weil man längst hat akzeptiert,

dass mir kein Kuchen wird serviert,

sind auch meine Zuckerwerte

derzeit gar nicht mal Verkehrte.

Doch will ich nun nicht weitersprechen

über Krankheit und Gebrechen.

Bin dankbar, muss noch nicht ins Heim.

Und Dank soll jetzt mein Stichwort sein.

 

Ich danke jedem, der mir beistand,

unsrem prima Kirchenvorstand,

dem Kirchenpfleger, jetzt „Controller“,

der Sekretärin Hanna Koller

und allen vorher im Büro,

Frau Neudert, Mayer, Schneider o (auch),

dem Mesner und der Mesnerin,

dem Mini- und dem Kigo-Team,

dem Taizé (deutsche Aussprache!)- und Seniorenkreis,

der ELJ - braucht Nachwuchs, (ich) weiß,

Herrn Reuter, der ins Web uns schaltet,

und den Gemeindebrief gestaltet,

Artikelschreibern wie Herrn Steger,

den Gemeindebriefausträgern,

allen SammlerInnen, die

dienen der Diakonie,

dem Friedhofspfleger, seiner Frau,

sie putzt unser Gemeindehaus

in Ehringen - in Wallerstein

macht unser „Karle“ alles rein.

Ich danke allen Organisten

und den Instrumentalisten,

die vom Tuten und vom Blasen

Ahnung haben gleichermaßen.

Danke auch dem Kirchenchor,

Alt, Sopran, Bass und Tenor,

und allen, die die Chöre leiten -

einst, jetzt und in nächsten Zeiten.

Mein Dank gilt ferner den Lektoren,

den Prädikanten und Pastoren,

die mich vertreten, wodurch dann

ein Sonn- zum Frei-Tag werden kann.

Vergelt´s Gott auch den lieben Leuten,

die mich ins Pflegeheim begleiten

und denen, die, hoff´ s, wieder mal

laden ein zum Morgenmahl,

zum Frauenfrühstück wohlgemerkt,

wo frau sich nicht nur leiblich stärkt.

Echt froh bin ich auch für die schöne

hier gelebte Ökumene.

Danke, Jürgen, Papstgesandter,

für das prima Miteinander!

Wir haben auch viel Spaß zusammen,

wohl besser, als uns zu verdammen.

Ich glaub´, wir hab´n uns beide gern,

sind ja auch Stiefbrüder im Herrn.

Auf Franziskus - Lutheraner

mögen auch ein Franziskaner! (Zum Wohle, Herr Kathole!)

Gute Beziehungen, die pflegen

wir auch ins Rathaus und deswegen

dank´ ich Herrn Bürgermeister Stoller

und dem Gemeinderat. Echt toll er

sich erweist als Brückenbauer,

auch beim Thema Kirchhofmauer.

Er steht uns bei, gibt manchen Rat,

wie´s früher Joseph Mayer tat,

der heuer leider schon verstarb

und hohes Ansehen erwarb.

Hilfreich stets, auf alle Fälle,

ist auch die Verwaltungsstelle,

ebenso das EBW (Evangelisches Bildungswerk) -

dank euch scheh!

Schließlich dank´ ich dem Dekan

Gerhard Richard Wolfermann.

Franken sprechen richtig schon

von einer „leidenden“ (leitendenden) Funktion.

Darf sich mit Hoch- und Merkwürdigen,

eben Pfarrern, oft „vergnügen“.

Ich jetzt nicht alles sagen däf (darf),

er ist ja immer noch mein Chef.

Obwohl --- ich will ja nichts mehr werden,

habe den Himmel schon auf Erden,

nichts ist beglückender, o nein,

als Pfarrer sein in Wallerstein.

Mit solchen Sprüchen kommt man an.

Zurück zu Gerhard Wolfermann.

Er hat mich immer unterstützt,

gefördert, niemals ausgenützt,

und machte mich zum Stellvertreter.

Warum, das weiß inzwischen jeder,

weil wir uns gemeinsam zwingen,

so manches Rauchopfer zu bringen.

Das verbindet „L&M“,

den „Lehrling“ und den „Meister“, gell?!

Er geht bald in den Ruhestand,

ist dann die Chefstelle vakant,

muss ich vielleicht, ich tät´ mir leid,

das Amt ausüben kurze Zeit.

Vielleicht sagt er/man nach dem Gedicht:

Den Haimböck nehm´ ma lieber nicht.

Dann wär´ mein Dichten und mein Trachten

als Erfolg schon zu erachten.

[Ich war beim Danken, will dies nun

auch, lieber Gustav, dir heut´ tun.

Nahmst mich schon oft ins Stadion mit,

wo wir stets ganz exquisit

uns erst stärken und dann feiern -

(sorry!) mit den Fans des FC Bayern.

Doch auch nach Giesing und nach Aalen

durft´ ich schon mit, ohne zu zahlen.]

Zu guter Letzt nun dank´ ich au(ch)

meiner lieben Ehefrau.

Fast vierz(i)g Johr sind wir beinand -

weil sie nie einen Besseren fand.

Normalerweis´ bin ich ja schüchtern,

bei dem Reim war ich nicht mehr nüchtern.

Hat mit mir schon viel mitgemacht,

auch viele Opfer schon gebracht

und hielt mir stets den Rücken frei,

das ist nicht selbverständlich fei.

Sie ist die Beste, ja, für mich.

Drauf reimt sich nur: Ich liebe Dich.

Auch familiär kann somit ich

wahrlich glücklich schätzen mich.

Zumal, das macht uns beide froh,

Julia fand `nen Romeo.

Die Axt im Haus kannst Du Dir spar´n,

hast ja nun `nen Zimmermann.

Fabian, des wiss´ ma schon,

ist ein prima Schwiegersohn

und als Finanzbeamter man

bleibt auch daheim der Steuer-Mann.

 

So, jetzt habt ihr´s gleich geschafft,

bin fast am Ende eurer Kraft.

Zu bester Letzt will ich jedoch

einem Danke sagen noch.

Dem Hammel sei Ding -

ähm, dem Himmel sei Dank!

Ob ich wohl schon zu viel trank?

Ja, ich dank´ dem lieben Gott,

dass er mich behütet hot,

mich geleitet, stets bestärkte,

dass ich für ihn wortreich werbe.

Ich rechne es ihm ganz hoch an,

dass er selbst mich gebrauchen kann,

trotz meiner Schwächen, meiner Laster,

mich nicht sehr pastoralen Pastor

mit seinem losen Mundwerk, das -

nicht jede/r wohl versteht mein(en) Spaß -

oft viel zu flapsig oder kritisch

gern drauflos schwätzt, für mich typisch.

Wen ich dadurch hab´ verletzt,

der verzeih´ mir bitte jetzt.

Ich bin so froh, verkünd´ es oft,

dass, wer auf Gottes Gnade hofft,

es nicht vergeblich tut - vergeben

tut Gott, wir soll´n befreiter leben,

damit - geläutert - jedermann

aus Fehlern wahrlich lernen kann.

Ich hoffe, dass ich noch viel lern´

in den sechs Jahren, die ich gern

noch nutzen will, um hier zu walten,

wenn ihr noch klarkommt mit dem Alten.

Dann, nach nur 28 Jahren,

seid euch darüber schon im Klaren,

muss ein neuer Pfarrer her,

pardon, ein, eine Pfarrsie, -er -

ein Paar oder ein Diverser -

beim Dichten fällt das Gendern schwer.

Also, das nächste große Fest,

falls Gott mich das erleben lässt,

ist meine Abschiedsparty dann,

wenn man „Nun danket alle Gott“ stimmt an.

Doch jetzt genieß´ ich erst mal weiter

diesen Abend, der so heiter

schon (Nachtrag: mit unseren Chören und dem KV) begann und wohl auch endet -

schön wär´s, wenn ihr erst spät entschwändet,

weil wohl noch, bin ich mir g´wiss,

hier vieles noch geboten is(t).

[Nachtrag: Und so sollte es auch sein:

Das (KV-)Orchester war zum Schrei´n,

wie der Taizé-Chor echt famos,

Gut drauf gut drauf, klar, und grandios

war das Gedicht der Organistin (Frau Koerber).

Auch für die (Ruhe-)Bank ich dank´ euch Christen.]

Muss morgen halt in Wallerstein

um 9 Uhr in der Kirche sein.

Ich danke euch im Voraus herzlich!

Für alle Müh´n, für jeden Scherz ich

wirklich froh, ja, happy bin,

fürs Essen, hmm, fürs Musizier´n.

Klasse, dass ihr heut´ erschient!

Womit hab´ ich euch verdient?!

Ihr seid löwenstark und klasse,

und damit ich´s bewenden lasse.

Sonst, meine Herren, meine Damen,

find´ ich auch heut´ nicht mehr zum Amen.

Nehmt euer Glas und trinkt es aus.

Auf wahre Freundschaft, euer Klaus.

SelbstgebackenDas Chaosorchester des KVEine Bank für das Ehepaar HaimböckDer Kuchen war spitze!Gut drauf spielt aufsieht gut aus, macht aber keinen TonDer AltrockerAuch der Taize-Kreis gab ein Ständchender Posaunenchor spielt das GeburtstagsliedFrau Körner Leiterin Kirchenchor